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Test Xoro HSD 4000 V1.01

Zur Waffe, Xoro!

Der neue Player von MAS-Elektronik, der Xoro HSD 4000, steht nach langem Warten endlich in den Verkaufsräumen. Der MPEG4 fähige Player, der auch Nero-Digital-Dateien abspielen kann, hat in Insiderkreisen schon vor seinem Erscheinen gehörig Staub aufgewirbelt.

4000   

Das stabil aufgebaute, 430 x 50 x 230 mm (BxHxT) große Gerät wird von MAS mit einem UVP von 99€ ins Rennen um die Käufergunst geschickt. Der Strassenpreis pendelte sich zu Beginn bei 79€ ein und dürfte erfahrungsgemäß noch sinken.

Wie einmalig ist der Xoro HSD 4000?

Schon vor Erscheinen des Xoro HSD 4000 wurde nach Bekanntgabe der technischen Daten und einiger Vorabtests schnell klar, das der 4000 ein sehr enger Verwandter des Tevion 6000 und des Siemssen 5000 ist. Das ist in dieser Preisklasse nicht ungewöhnlich, basiert doch der 4000 auf dem bewährten Zoran Vaddis 7 Chipsatz, hier in der Version mit analog ausgeführtem 5.1 Audio. Gerade bei einem Player der Budgetklasse macht jedoch die Feinabstimmung von Hard- und Software eine Menge aus, so das wir in diesem Test den Xoro HSD 4000 nur als eigenständigen Player betrachten wollen.

Der erste Eindruck

Der Player kommt sehr kompakt verpackt daher. In der Schachtel befindet sich der Player selbst, die Fernbedienung mit Batterien, die 40-Seiten knappe Anleitung und ein Scart-Kabel. Die Bedienungsanleitung bietet einen 40-seitigen deutschen Teil und erläutert anfänglich ausführlichst die Sicherheitsbestimmungen. Genauso ausführlich werden verschieden Memory-Card-Typen erläutert. Etwas kanpper wird auf die verschiedenen Tasten der Fernbedienung und am Gerät eingegangen. Die Anschlüsse werden dann nur noch beziffert und das Setup per Tabelle aufgelistet. Hier sollte ganz schnell nachgearbeitet werden, eine gute, schlüssige Bedienungsanleitung bestimmt ganz erheblich den Nutzwert eines Gerätes.

Die Front des Players, hier müssen wir doch mal vergleichen, wirkt stabiler und dezenter gezeichnet als die des Tevion 6000. Die äußere Verarbeitung läßt keine Mängel erkennen, wir würden uns lediglich eine schöne Klappe vor den Karteneinschüben wünschen.

vorn

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Die sehr schmale Lade des Zierlich wirkenden Laufwerks fährt leider nicht ganz heraus, so das Kratzer auf DVDs bei leichtfertiger Bedienung zu befürchten sind.

lade

Das helle Display beweist, das auch Zoran-Player durchaus Titel und Zeitinformationen in einer Anzeige vereinen können. Das alberne, animierte Disk-Symbol hat sich auch Xoro nicht verkneifen können. Leider wirkt das Display-Glas ein wenig milchig und dadurch unnötig billig.

display

Ansonsten finden sich die üblichen Laufwerkstasten auf der Front, die eine Notbedienung des Players ohne Fernbedienung möglich machen.

Die Anschlüsse

An der Front finden wir die Möglichkeit, verschiedene Speicherkarten in den Player schieben zu können. Der Player zeigt sich dabei recht kompatibel, nimmt CompactFlash I/II, MMC Card, SD-Card, SmartMedia und Memory Stick auf. Sollen neben Bildern auch DivX von Karte abgespielt werden, sollte man auf High-Speed Karten zurückgreifen.

Am hinteren Ende des HSD 4000 finden wir alles an Anschlüssen, was der “normale” User braucht:

hinten

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Die Scart-Buchse ist mit Fbas und RGB bestückt, S-Video wird nur über die gesonderte Hosidenbuchse geliefert. Die Anschlusssektion ist zwar nicht sehr logisch aufgebaut, aber erfreulich komplett. Auf der linken Seite des Players finden wir analoge Stereo-Audio Chinch-Ausgänge, den optischen Spdif und YUV in Chinch, die auch Progressiv-Scan Signale können.

hinten3

Auf der rechten Player-Seite finden sich S-Video Hoside und Fbas-Chinch fürs Bild. Dann die analog ausgeführten 5.1 Anschlüsse, über die der Player auch DVD-Audio Signale ausgeben kann. Dazu später mehr. Ganz rechts dann das Pendant zum optischen Spdif auf der linken Seite, der coaxiale Spdif-Anschluß. Alle Anschlüsse sitzen passgenau und sehr fest, eine Reihe Fixierschrauben dürften ein langes, festes Leben garantieren.

Die Fernbedienung

fb

Die Fernbedienung liegt satt in der Hand, die Tasten haben einen definierten Druckpunkt. Sie braucht auch nicht direkt aufs Gerät zu zielen, bietet erfreulicherweise einen großen Bedienradius. Xoro hat sich trotz Preiskampf an der “Geiz ist Geil”-Front nicht dazu hinreissen lassen, ein Billigstmodell zu verwenden und setzt sich hier sehr positiv vom gesamten, der DV-Rec bekannten ZV7-Player-Front wohltuend ab. Auch die Ergonomie bleibt mit Einschränkungen bewahrt, für den unteren Teil der Tastenreihen braucht man schon Licht, um die richtige Taste zu treffen. Haptisch macht die Fenbedienung einen wertigen, erwachsenen Eindruck. Klasse!

Innere Werte

innen

Im Inneren werkelt der Zoran-Vaddis 7 Chipsatz, mittlerweile ein alter Bekannter. Der Innenaufbau ist recht sauber, die etwas langen und teilweise ungünstigen Leitungswege könnten aber einem reinem Signal im Wege stehen. Im Zentrum des Players finden wir ein Asatech-Laufwerk mit Sanyo-Pickup. Eine sehr laufruhige Lösung, von der wir hoffen, das Xoro die doch relativ starke Serienstreuung der Asatech-Laufwerke in den Griff bekommen hat. Das Laufwerk des Testprobanden jedenfalls gab keinen Anlass zur Klage.

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Das Setup

Nach Anschluß an ein TV, in unserem Fall mittels einzeln abgeschirmtem Scart-Kabel an ein 100Hz Thomson-TV und vergleichsweise an ein 50Hz Philips-Gerät, die Audio-Sektion wird über Spdif mit einer AC-3 Anlage verbunden, empfängt uns der Xoro mit einem sehr hübschen Begrüßungsbildschirm:

sbegr        

Ein Druck auf die Setup-Taste der Fernbedienung zeigt altbekanntes:

ssprache

Im Sprache-Menue lassen sich die einzelnen DVD-Menues auf Deutsch voranwählen. Anders, als einige MTK-Firmware-Kreationen, hält sich der HSD 4000 auch an diese Voreinstellungen.

svideo1

svideo2

Bei den Video-Einstellungen lässt sich der Xoro gewohnt spezifisch auf die gewünschte Signalausgabe einstellen. YPbPr bedeutet die Ausgabe progressiver Bilder über den YUV-Anschluß. Eine besondere Spezialität fällt hierbei unverhofft ins Auge: Der Xoro HSD 4000 bietet die Möglichkeit der DVD-Audio-Wiedergabe, die zwar nicht in den Spezifikationen des Players steht, aber nichtsdestotrotz funktioniert!

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Unter Audio finden wir uberraschend die Möglichkeit, die Lautsprechergröße bei Benutzung der analogen 5.1 Ausgänge voreinzustellen. Hier sollte Xoro das Setup noch richtig lokalisieren, denn im Menuepunkt Weiteres finden wir den Rest der eigendlichen Audio-Einstellungen:

sraw

Dabei macht der Xoro Schluß mit der Unart einiger ZV7-Player, die mühsam manuell zwischen RAW- und PCM-Ton im Setup hin- und hergestellt werden müssen. Einmal auf RAW voreingestellt, spielt der Xoro automatisch über Spdif jegliche DVD, MP3, DivX und S/VCD mit dem dazu passenden Ton. Sehr gut!

Weniger gut finden wir, das Teil 2 der Lautsprechervoreinstellung hier versteckt wurde, denn die Verzögerung der Center-Box (gemeint sind die vorderen Lautsprecher, alle 3!) und die der hinteren Lautsprecher kann hier in cm eingestellt werden. Besser wäre eine Einstellung spezifisch für jeden Lautsprecher.

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Im letzten Menuepunkt des offiziellen Setups kann man den Zugriff auf entsprechend vorcodierte DVDs einstellen und den DivX-Registration-Code abfragen.

HALT! Der HSD 4000 ist doch gar nicht DivX zertifiziert!? Was Xoro versäumt hat, kann man leicht selbst nachholen:

DVD-Player einschalten, Schublade raus und auf der Fernbedienung "2812" drücken. Regionalfree ist Code "9", (beim Testgerät voreingestellt) nach der Änderung Taste "open/close" drücken und dann das Gerät am Netzschalter kurz ausschalten. Die durchaus machbare Möglichkeit, Macrovision dauerhaft auszuschalten, ist in der EU strafbar und sollte entsprechend auch nicht in Erwägung gezogen werden. Finger weg!!!

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Beim letzten Menuepunkt kann man sich dann den DivX-Registrationscode aus der Firmware holen und sich unter www.divx.com damit als User anmelden.

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Die Firmware-Version lässt sich folgendermassen entlocken: DVD-Player einschalten, Schublade raus und dann auf der Fernbedienung die Taste "Title" drücken.

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Ein Reset des gesamten Players, und damit der Rückgriff auf die Werkseinstellung, auch bei versehentlich falsch eingestelltem Video-Ausgang, wird mit Schublade raus und auf der Fernbedienung "8255" drücken, erzwungen.

cdisplayzeit

cdisplaydaten

cmodus

Die komfortablen Anzeigen der abgelaufenen und der Restzeit sowie der ausführlichen Daten der abzuspielenden Datei oder DVD entsprechen dem üblichen ZV7-Standard. Der Xoro merkt sich nicht die Stelle, an der eine DVD gestoppt wurde, spielt nach dem Ausschalten alle DVDs von Anfang an. Hier würden wir uns eine nachträgliche Memory-Funktion Implantierung von Xoro wünschen.

Der Xoro zoomt in 3 Stufen. Dabei verschwindet das Zoom-Zeichen nach kurzer Zeit und stört nicht weiter. Gut gelöst!

Abspielbare Formate

Xoro hat den HSD 4000 für folgende Formate spezifiziert: DVD, MPEG4 (bei einigen Formaten mit GMC und QPel Unterstützung),XViD, Nero Digital (Standard Profile), SVCD, VCD, Audio-CD, MP3 (mit kompletter ID3 TAG Anzeige), WMA, CD-R(W), DVD-R(W), DVD+R(W), JPEG Foto-CD, Kodak Picture-CD.

Hinzu kommen normale Kauf-DVDs ;), DVD-Audio wie schon benannt und eingeschränkt die Möglichkeit, auch DVD+9DL Rohlinge abzuspielen. Bei diesem Format zeigt sich der Xoro ein wenig zickig, ein No-Name Ritek Rohling, gebrannt mit LG 4163B, FW A1.04 und neusten Nero, Booktype DVD-Rom, bereitete ernste Schwierigkeiten im Menue, aus dem der Xoro gar nicht mehr gehen wollte. Mit hochwertigen Verbatim-Rohlingen, 2,4 mal gebrannt mit obiger Spezifikation, spielt der Xoro aber klaglos alles ab.

Bei allen Formaten bleib das Laufwerk mustergültig leise, die Zugriffsgeschwindigkeit bleibt im erträglichen Rahmen. Die Fehlerkorrektur bei DVD bedarf aber noch einer Feinjustierung von Xoro, denn schneller als die meisten Player zeigt der Xoro bei schlecht oder ausserhalb der Spezifikation zu schnell gebrannten Scheiben deutlich sichtbare Schwächen, meist in Form von Tonaussetzern oder Lichtblitzen. Auch arg zerkratzte DVDs mag der HSD 4000 gar nicht.

Bei den Mpeg4-Formaten ermittelten wir mit der DivX-Test-CD von www.divxtest.com folgende Resultate:

DivX 3
3-01 DivX3 File - 1000Kbs - Audio MP3 CBR - Low Motion
3-02 DivX3 File - 1000Kbs - Audio MP3 CBR - Fast Motion
3-03 DivX3 File - 3000Kbs - Audio MP3 CBR - Low Motion
3-04 DivX3 File - 1000Kbs - Audio MP3 VBR - Fast Motion
3-05 DivX3 File - 1000Kbs - Audio AC3 - Fast Motion
3-07 DivX3 File - 1000Kbs - Audio WMA - Fast Motion
 

DivX 4
4-01 DivX4 File - 1000Kbs - Audio MP3 CBR
4-02 DivX4 File - 3000Kbs - Audio MP3 CBR
4-03 DivX4 File - 1000Kbs - Audio MP3 VBR
4-04 DivX4 File - 1000Kbs - Audio AC3
4-06 DivX4 File - 1000Kbs - Audio WMA
 

DivX 5
5_01Div5/1000kbps/MP3 CBR
5_02Div5/3000kbps/MP3 CBR
5_03Div5/1000kbps/MP3 VBR
5_04Div5/1000kbps/AC3
5_06Div5/1000kbps/WMA
5_07Div5/GMC/1000kbps/MP3 CBR
5_08Div5/BF/1000kbps/MP3 CBR
5_09Div5/QPEL/1000kbps/MP3 CBR
5_10Div5/GMC/BF/1000kbps/MP3 CBR
 

Xvid
6_01Xvid/1000kbps/MP3 CBR
6_02Xvid/3000kbps/MP3 CBR
6_03Xvid/1000kbps/MP3 VBR
6_04Xvid/1000kbps/AC3
6_06Xvid/1000kbps/WMA

6_08Xvid/BF/1000kbps/MP3 CBR
6_09Xvid/QPEL/1000kbps/MP3 CBR

6_11Xvid/no BVOP /1000kbps/MP3 CBR

Audio:

8_01Div3/1000 kbps/MP3 (2XCBR)
8_02xvid/1000 kbps/MP3 (2XCBR)
8_03Div4/1000 kbps/MP3 (2XCBR)
8_04Div5/1000 kbps/MP3 (2XCBR)
8_05Div5/1000 kbps/MP3 (2XVBR)
8_06Div5/1000 kbps/MP3 (VBR+CBR)
8_07Div5/1000 kbps/MP3 (128+192)
8_08Div5/1000 kbps/(2XAC3)
8_09Div5/1000 kbps/(2XWMA)
 


Bei Untertiteln zeigt der Xoro überraschend Schwächen:

gespielt werden lediglich

9_05SAMI (.smi)
9_06SAMI multilanguage (.smi)
9_08Multisubtitles (separate.srt)

divxsubt

Auch bei kleinen Datenraten gibt es reihenweise Aussetzer. Da ist Zoran mit der Firmware beim anderen ZV7 Geräten bereits weiter.

DivX6 spielt der Xoro aus dem Container, die speziellen, neuen Funktionen bleiben aussen vor.

Bei Nero-Digital dauert es etwas lange, bis sich der Player zum Abspielen der ND- Datei entschließt, (ein bis zwei Minuten sind keine Seltenheit, der Xoro liest zunächst die Position aller Kapitel ein), das Ergebnis ist das Warten aber wert. Die getesteten Datenraten von 800 bis 2.000 spielte der Xoro ohne Ruckeln oder Stottern. Er erkennt auch die Kapitel des Films und kann diese ohne Verzögerung anspringen. Zwischen zwei Sprachen und zwei Untertitel-Versionen kann hin und her geschaltet werden, genau wie im DVD-Video Betrieb. Die Untertitel befinden sich im MP4 Container und müssen nicht, wie bei DivX oder Xvid, als separate Datei gestartet werden. Von den bisher verfügbaren Nero-Digital-Playern stellt der Xoro also die beste Lösung dar.

Das Bild

Bei der Bildqualität kann der Xoro mit der aufgespielten Firmware mit dem bisher als ZV7-Referenz dienenden CH 462 gleichziehen. Nicht nur die Wiedergabe über RGB und S-Video ist äußert detailreich und scharf, auch die bei Budget-Playern kritische Wiedergabe über YUV Progressive-Scan kann für diese Preisklasse überzeugen. Wir überprüften die Bildqualität über einen Sanyo Z3-Beamer, dessen eingebautes, gutes Scaling per Progressive-Scan nicht mit dem des Xoro mithalten konnte. Hier distanziert der Xoro seine an sich baugleichen Brüder von Tevion und Siemssen überdeutlich. Hier ist die unkomplizierte Umstellung ins P-S über einen einfachen Knopfdruck auf der Fernbedienung lobend zu erwähnen.

Auch die Bildqualität bei den verschiedenen DivX-Files konnte absolut überzeugen. Hier pixelt der HSD 4000 ausgesprochen wenig, zeigt die Dateien kontrastreich und scharf.

Der Ton

Über Spdif mit einer AC-3 Anlage verbunden, spielt der Xoro DVDs im klassenüblichen Rahmen. Der Ton kam verständlich und konturiert, der Bass reichte tief und war kräftig. Bei der Räumlichkeit galt es Abstriche zu machen, hier erreicht der Xoro nicht die Luftigkeit und Ortungspräzision der Primusse auf dem Gebiet. Der Player gibt DTS und Dolby-Digital wieder, wandelt DTS sogar per Pass-Trough. Der eingebaute DD-Wandler ermöglicht den Anschluss entsprechender Komponenten an die 5.1 Chinch-Anschlüsse.

Bei DVD-Audio ist ein deutlicher Klangvorprung gegenüber der handelsüblichen DVD zu vermerken, auch hier erreicht der Xoro aber bei weitem nicht das Niveau der “echten” DVD-Audio-Player. Das sei ihm aber ob des geringen Preises verziehen. Schließlich gehört diese Übung ja auch zum inoffiziellen Teil.

Analog über die Stereo-Chinch-Buchsen und über Scart liefert der Xoro klassenunüblich eine absolut rauschfreie Vorstellung mit hoher Präzision und Dynamik. Respekt!

MP3-Wiedergabe stellt mittlerweile keinen gängigen DVD-Player mehr vor schwerwiegende Probleme. Der Xoro zeigt den kompletten ID 3 Tag, leider nur auf dem TV und nicht im Display. Der Player wandelt alle eingeworfenen Formate Aussetzer-frei und klanglich sehr gut in einwandfreie Musik um. Beim Abspielen einer MP3 DVD+RW im ISO/UDF Modus bei eingeschalteter VideoDVD Kompatibilität (NERO) stürzt der Player beim Einlesen ab. Die MP3-DVDs sollten also schon im DVD-Rom(Iso) Mode gebrannt werden. Zufalls-Wiedergabe ist, wie leider mittlerweile üblich, nur im einzelnen Ordner möglich.

Bild-Funktionen und Card-Reader

Dem Player ist es Wurst, wie ihm die Jpeg-Dateien eingeworfen werden, er ordnet die Dateien, das dauert ein wenig, dann legt er automatisch mit einer Slide-Show los.

card1

Der Xoro zeigt sich bei den akzeptierten Karten nicht wählerisch, in unserem Test spielt er Fotos unterschiedlichster Card-Formate ab. Dabei begrüßt er zuerst mit dem Card-Menue.

card2

card3

Ein Druck auf die TITLE-Taste der Fernbedienung lässt Thumbnails der auf der Karte vorhandenen Jpegs erscheinen. Mit Hilfe der Steuerungstasten kann man nun das gewünschte Bild ansteuern. Die Wiedergabe der Bilder ist scharf und kontrastreich, solange das Bild nicht zu groß ist. Dreht man z.B. das Bild einer 4-Megapixel-Kamera mittels Angle-Taste, erreicht man folgendes:

carddreh1

Zoomt man das Bild größer, erkennt man Skalierungsfehler:

carddreh2

Bei kleineren Fotos gemäß Xoro-Vorgabe geschieht dieser Fehler nicht.

Support und Update

Der Xoro HSD 4000 kann mittels Update-CD auf den neuesten Firmwarestand gebracht werden. Der Support seitens Xoro (Mas-Elektronik) ist mittlerweile berühmt und in dieser Form beispielhaft. Im www.dvdboard.de wird die Xoro-Sektion auch von MAS direkt moderiert.

Pluspunkte

Minuspunkte

  • wertiger Aufbau
  • sehr gutes Bild
  • gutes Progressiv-Scan-Bild
  • gutes Scaling
  • guter Ton
  • DVD-Audio-Wiedergabe
  • Dolby-Digital-Dekoder mit analogen 5.1Ausgängen
  • DTS Pass-Trough
  • Nero-Digital-fähig
  • DivX-fähig
  • sehr gute Fernbedienung
  • gutes Setup mit Geheimmenue
  • RC-free
  • MP3 mit ID3Tag-Anzeige auf dem Bildschirm
  • spielt MP3 auf DVD
  • sehr leises Laufwerk
  • echter Ausschalter

  • schlechte Bedienungsanleitung
  • eingeschränkte Formatkompatibilität bei Mpeg4
  • kein Memory der letzten Abspielstelle
  • verbesserungswürdige Fehlerkorrektur
  • Probleme mit DVD+9DL
  • schlechte Scalierung grosser Bilddateien

Fazit:

Der Xoro HSD 4000 setzt sich als reiner Budget-DVD-Spieler mit an die Spitze der Zoran Vaddis 7 Player. Ein ausgezeichnetes Bild, gute Verarbeitung, eine angenehme Fernbedienung und der, für diese Preisklasse, vorzügliche Scaler bei Progressiv-Scan erfreuen den Benutzer. Schwächen zeigt der Xoro bei DivX-Formaten, hier vor allem bei der Wiedergabe von Untertiteln. Dafür brilliert der HSD 4000 mit Nero-Digital-Wiedergabe und der Fähigkeit, DVD-Audio-Scheiben abzuspielen. Wir würden uns eine Memory-Funktion wünschen, eine bessere Bedienungsanleitung könnte den Player auch dem Laien erschliessen.

Trotz einiger Schwächen bekommt der Xoro HSD 4000 eine dicke DV-Rec Kaufempfehlung, für diesen Preis gehört er zu den besten und angenehmsten Multiformatplayern der ZV7-Klasse, zieht hier in der Summe aller Eigenschaften auch am bisherigen Primus, dem CyberHome 462, vorbei.


Links:

Hersteller/Anbieter: Xoro (Mas-Elektronik)

Board: www.dvdboard.de

Fotos: DV-Rec, Xoro

Autor: grabber

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